Wasserrohrnetz wird untersucht

Die Gemeindewerke Waging a. See versorgen mit einem ca. 27 Km langen Leitungsnetz, an dem ca. 1.000 Wasserzähler angeschlossen sind, den Ort Waging a. See mit Trinkwasser. Das Wasser, das in bester Qualität und ohne Behandlung aus dem Grundwasser gefördert wird, wird aus dem seit den 60iger-Jahren bestehenden Brunnen 2 und dem 2006 in Betrieb genommenen Brunnen 3 gefördert. Nachdem sich die Wasserverluste in den vergangenen Jahren meist im Bereich von 10% oder darunter lagen, stieg dieser in 2006 und 2007 vom 13,6 auf 17,1% an. Abgesehen von den finanziellen Verlusten war auch der hohe Wasserverlust aus ökologischer Sicht für die Werkeleitung nicht vertretbar. Am 05.07.2007 beschloss deshalb der Bau- und Werkausschuss die Auftragsvergabe über eine umfassende Lecksuche an die Fa. Höpfinger aus Reichertsheim zum Angebotspreis von netto 4.320,- €.  Bei der Firma Höpfinger handelt es sich um eine Spezialfirma, die mit unterschiedlichsten Methoden, wie z. B. akustischer Lecksuche, Korrelation oder Durchflussanalyse Wasserleitungen aus verschiedenen Materialen untersuchen kann. In Waging sind überwiegend Wasserleitungen aus PVC und Guss verlegt. Innerhalb 8 Arbeitstagen konnte die Firma Höpfinger das gesamte Wasserleitungsnetz untersuchen und dabei 10 Rohrbrüche, sieben davon in erheblichen Ausmaß feststellen, wodurch sich auch die Wasserverluste begründeten. Mit dem Austausch des defekten Hausanschlussschiebers in der Rupertistrasse, der auf dem nebenstehenden Bild zu sehen ist, wurde nun das letzte der festgestellten Lecks beseitigt. Für die Zukunft ist damit gewährleistet, dass das kostbare Grut Trinkwasser bei den Bürgern ankommt und nicht im Erdreich versickert. Unabhängig davon werden jedoch auch in Zukunft regelmäßige Überprüfungen des Wasserleitungsnetzes durchgeführt werden, um einen erneuten Anstieg des Wasserverlustes bereits im Vorfeld zu verhindern.

Mit dem Austausch des defekten Hausanschlussschiebers in der Rupertistrasse, der auf dem nebenstehenden Bild zu sehen ist, wurde nun das letzte der festgestellten Lecks beseitigt. Für die Zukunft ist damit gewährleistet, dass das kostbare Gut Trinkwasser bei den Bürgern ankommt und nicht im Erdreich versickert. Unabhängig davon werden jedoch auch in Zukunft regelmäßige Überprüfungen des Wasserleitungsnetztes durchgeführt werden, um einen erneuten Anstieg des Wasserverlustes bereits im Vorfeld zu verhindern.

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Waginger Wasser wieder aus eigenen Brunnen

Als denkwürdiger Tag wird der 22.09.2006 in die Geschichte der Waginger Wasserversorgung eingehen. Unter Beisein des stellvertretenden Landrates Georg Klausner und zahlreichen weiteren Vertretern der beteiligten Behörden Wasserwirtschaftsamt, Gesundheitsamt sowie Gemeinderäten, Grundstücksanliegern und interessierten Bürgern drehten 2. Bürgermeister Herbert Häusl und Werkleiter Heinrich Thaler den symbolischen Wasserschieber am neu errichteten Brunnen III auf. Mit einer genehmigten Förderleistung von max. 25 Sekundenliter können mit dem neuen Brunnen III pro Jahr 450.000 m³ qualitativ hochwertiges Trinkwasser gefördert werden. Zusammen mit der jährlichen Fördermenge des bestehenden Brunnen II von 220.000 m³ steht nun ausreichend eigenes Wasser zur Verfügung um den Wasserjahresbedarf der Waginger Wasserversorgung von ca. 560.000 m³ zu decken. Gute Aussichten bestehen auch bezüglich des noch zu genehmigenden Wasserschutzgebietes. Im geplanten Schutzgebietsbereich mit großen Waldgebieten befindet sich kein Wohnhaus und die landwirtschaftlichen Flächen werden extensiv genutzt. Die Risikobereitschaft der Gemeindewerke des Marktes Waging a. See mit der Niederbringung einer fast 40 m tiefen Bohrung hat sich damit gelohnt. Die Gesamtbaukosten des neuen Brunnen III betragen ca. 400.000 €.

Mit der Inbetriebnahme des Brunnen III geht vorerst ein wechselvoller Abschnitt der Waginger Wasserversorgung zu Ende. Im Jahre 1985 konnte der Markt Waging a. See zuletzt das gesamte Wassernetz durch die eigenen Brunnen speisen. Kurz vor Weihnachten hatte eine bakteriologische Verunreinigung die Brunnen I und II lahmgelegt und in einer Notaktion mußte unter Einsatz der Münchner Berufsfeuerwehr eine provisorische Verbindungsleitung zum Zweckverband Otting-Pallinger-Gruppe gelegt werden. Im Jahre 1998 konnte nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der Brunnen II wieder ans Netz gehen. Mit der Trinkwasserförderung aus Brunnen III konnte jetzt nach 21 Jahren wieder die Vollversorgung des Waginger Wassernetzes aufgenommen werden. Versorgt werden ca. 3.800 Einwohnern und einige Gewerbebetriebe, darunter die Bergader Privatkäserei als Großabnehmer.   


Ihre Ansprechpartner

Heinrich Thaler, Werkleiter 
Telefon 08681/4005-26

Martin Schüller , stv. Werkleiter
Telefon 08681/4005-27